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Wie aus einem Bubentraum Berufung wurde

Griezi, ich heisse Beat Schenk und wie die untenstehende Geschichte zeigt, kommt meine Leidenschaft und Berufung zu klassischen Fahrzeugen nicht von ungefähr.

Der erste Zündfunke sprang, als mir meine Grossmutter · sie sollte bis an ihr Lebensende meine persönliche Mäzenin werden - Ihren grossen und geheimnisvollen Schrank öffnete. Sie entnahm daraus einen Filmprojektor, verschiedene 18mm-Filme Ihrer beiden Brüder, Hans und Ernst Stärkle. Sie führte mir Motorradrennen aus der Zeitepoche von 1920 · 1950 vor. Sie dokumentierten spannende Rennen vom Klausen, Nürnburgring, Solitude und anderen Rennplätzen ganz Europas. Ihre Brüder siegten in manchen Vorkriegsjahren und zeichneten sich als vielfache Schweizer- und Europameister aus. Sie fuhren edle Marken wie: BMW-Kompressor, NSU, Scott und HRD Vincent und Indian.

Dass diese beiden erfolgreichen Rennfahrer zu meinen Vorbildern wurden, ist selbstverständlich. Wenn andere Kinder auf der Strasse dem Ball nachrannten, verbrachte ich meine frühe und späte Jugendzeit im familieneigenen Garagebetrieb. Er wurde 1898 von meinem Urgrossvater gegründet und später von seinem Söhnen weitergeführt. Nebst Motorrädern, wurde auch mit Autos gehandelt. Logisch, dass mein erstes eigenes Auto, ein historischer, roter 55er MG A 1500 war. Doch dieses Fahrzeug musste erst mal komplett restauriert werden. Als Automechaniker-Lehrling mietete ich, meiner Mäzenin sei·s verdankt, eine Kleingarage für Restaurations- und Unterhaltsarbeiten. Dieser Ort entwickelte sich rasch zur zweiten Heimat vieler Freunde klassischer Fahrzeuge. Sie stellte aber auch, bald nach Abschluss der Lehre, das Sprungbrett zum ersten eigenen Garagenbetrieb in Rodersdorf im Jahre 1976 dar.

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Nach Rodersdorf gewann die Klassikgarage Schenk an der Güterstrasse, hinter dem Bahnhof SBB, immer mehr an Bedeutung in der Klassikerszene. Die Nachfrage nach guten englischen Klassikern war gross, der An- und Verkauf florierte und die Wartung der Kundenfahrzeuge verlangte nach stets erweitertem Fachkönnen. Teile die es nicht mehr zu kaufen gab wurden zu Spezialanfertigungen, es gab Tage an denen Drehbank und Fräsmaschine kaum zur Ruhe kamen.

Heute ist die Classsiccarsbasel in Münchenstein
domiziliert. Das Schwergewicht liegt im An- und Verkauf von gepflegten historischen Fahrzeugen und deren fachgerechten Unterhalt.



Mein Ziel ist es, meine eigene ungebremste Freude, am klassischen Automobilkulturgut, an meine Freunde und Kunden weiter zu geben.

(Beat Schenk)

Linie 740